Quellen

  1. Karl Ess, FIT VEGAN: Unsere Zukunft isst vegan, Oktober 2016
  2. http://www.peta50plus.de/pflanzliche-ernaehrung-gegen-brustkrebs/
  3. http://www.peta.de/krebs#.WYziEjP5xE4
  4. http://www.t-online.de/gesundheit/krankheiten-symptome/id_43004846/prostataoperation-droht-nun-eine-impotenz-.html
  5. http://www.rp-online.de/leben/gesundheit/medizin/krebs/krebs-diese-lebensmittelhelfen-iid-1.4145104
  6. http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/krebs/tid-31229/haeufigste-krebsart-bei-frauen-risiko-tumorerkrankung-fuenf-fakten-zum-brustkrebs_aid_990933.html
  7. http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/globale-studie-zahl-der-brustkrebsfaelle-stark-gestiegen-a-786385.html
  8. https://vebu.de/fitness-gesundheit/studien/
  9. Cowspiracy: The Sustainability Secret, Dokumentarfilm, 2014, produziert von Kip Andersen und Keegan Kuhn
  10. https://vebu.de/fitness-gesundheit/zivilisationskrankheiten-vorbeugen/krebs-krebspraevention-pflanzliche-ernaehrung/
  11. https://www.dkfz.de/de/presse/darmkrebs-zahlen-fakten.html
  12. Veganmagazin, Okt.-Nov. 2016, Dominik Grimm, Artikel:Yogan – Krebsprävention durch vegane Ernährung
  13. http://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Krebsarten/Lungenkrebs/lungenkrebs_node.html

Krebs

Vor 100 Jahren war die Krankheit „Krebs“ noch fast unbekannt. An vielen Orten der Welt ist das heute auch noch so. In unserer westlichen Welt aber steht Krebs an der zweiten Stelle der Statistik für Todesursachen und wird die erste Ursache, die Herzerkrankungen, in den nächsten Jahren überholen.1

 

Aber wo entsteht Krebs? In den Zellen.

Jeder von uns hat eine Milliarde Zellen im Körper, die darauf programmiert sind zu wachsen, sich zu teilen und dann zu sterben. Krebs entsteht, wenn eine normale Zelle aufgrund von Umwelt-, Ernährungs- oder chemischen Einflüssen abnormal wird. Sie teilt und vermehrt sich weiter und die Konsequenzen tragen wir Jahre später. Die rebellierenden Zellen bilden einen Tumor.1

 

Die Ursachen für die Mutation der Zellen aufgrund von falscher Ernährung sind vielschichtig. Die Unverträglichkeit von Laktose (Milch) ist die häufigste Ursache von Darmkrebs. Tierische Eiweiße, die im Fleisch enthalten sind bilden eine saure Umgebung für Zellen, in der Krebszellen hervorragend gedeihen. Hingegen haben Pflanzen alkalische Proteine, die den Krebszellen das Wachstum erschweren. Zudem ist Fett im Fleisch ein Speicher für chemische Carcinogene und enthält Oxidantien wie Häm-Eisen, was Cholesterin oxidiert. Dieser Prozess fördert freie Radikale, die die DNA der Zellen verändern und zu Krebszellen werden lassen. Des weiteren verzögert eine fleischreiche Ernährung durch Ballaststoffmangel den Transport von Kot durch den Darm, was zu Darmkrebs beitragen kann.1

 

Die American Cancer Society (ACS) berichtet, dass ein Drittel aller Todesfälle durch Krebs in den Vereinigten Staaten auf Ernährungsfaktoren zurückzuführen sind.2 40% aller Tumore lassen sich auf vermeidbare Faktoren in der Ernährung und im Lebensstil zurückführen! 2010 erkrankten in Deutschland 450.000 Menschen an Krebs. Das würde bedeuten, dass unter Beachtung gesundheitsförderlicher Lebensstilfaktoren ca. 180.000 Krebserkrankungen vermieden werden könnten.30

Prostatakrebs – kein Bock auf‘n schlaffes Würstchen?

Das Fett und Cholesterin wie es in tierischen Produkten vorkommt, verstopft nicht nur Arterien, die zum Gehirn oder Herzen führen, sondern auch Aterien die zu Gliedmaßen führen.1 Dazu gehört auch der Penis. Es entsteht die PAVK – Periphere Arterielle Verschlusskrankheit – und Impotenz. Die Lösung ist nicht Viagra, sondern Früchte, Gemüse, Vollkorn und Bohnen.1 Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern.4 Allein in Deutschland erkranken jährlich 60.000 Männer.4 Die Wahrscheinlichkeit nach einer Operation an Impotenz zu leiden liegt bei 80%.4

 

In einer Studie von Dr. Dean Ornisch wurde 1994 der Fortschritt von Prostatakrebs im Zusammenhang mit Ernährung erforscht. Die Hälfte der Probanden ernährte sich pflanzlich und fettarm, die andere omnivor. Als Kontrollwert wurde der PSA (Prostataspezifisches Antigen) im Blut gemessen. Die Werte dienen im Normalfall der Tumorbestimmung. Ab einem Wert von 4 ng/ml gilt Prostatakrebs als erwiesen. Die Teilnehmer wiesen alle Werte zwischen 4 und 10ng/ml auf. Bei der pflanzlichen Gruppe nahm der Wert über die Versuchszeit um 4% ab. Bei der omnivoren Gruppe stieg er um 6%.1

 

Der Wachstumsfaktor IGF-1, der in Milch enthalten ist, erhöht beispielsweise bei Männern den Testosteronspiegel und somit die Wahrscheinlichkeit für Hoden- und Prostatakrebs. Aber auch bereits der Verzehr von 2 1/2 Eiern pro Woche erhöht das Risiko für eine tödliche Form von Prostatakrebs um 81%. Aber sekundäre Pflanzenstoffe, in diesem Fall das Lycopin aus der Gruppe der Carotinoide, verringern das Risiko an Prostatakrebs zu erkranken. Es kommt in Wassermelone, pinken Grapefruits und Tomaten vor und verleiht diesen ihre rote Farbe. Ein täglicher Tomatenverzehr kann das Risiko an Prostatakrebs zu erkranken um 30% senken.5

Brustkrebs

Brustkrebs ist mit etwa 30% die häufigste Krebserkrankung bei Frauen.6 Seit den 1980er Jahren ist die Zahl der Fälle auf das Doppelte gestiegen.7 Über 17.000 Frauen sterben jährlich daran.6 Tierische Fette sind die Hauptursache für unsere Zivilisationskrankheiten und somit auch Krebs.8 Inhaltsstoffe wie Cholesterine führen zu Zellveränderungen, die wiederum Krebs erzeugen.8 Essen Frauen häufig Lebensmittel tierischer Herkunft, erhöht sich das Risiko an Brustkrebs zu erkranken, auf 28-29 %.8 Eine vegane Ernährung, also ein kompletter Verzicht, kann die Wahrscheinlichkeit an Brustkrebs zu erkranken sogar um 60% verringern.8

 

Verursacht werden kann Brust- und Eierstockkrebs beispielweise durch den insulinähnlichen Wachstumsfaktor IGF-1, der in Milch enthalten ist. Er unterdrückt das Immunsystem und erhöht den Östrogenspiegel. Die gesättigten Fettsäuren in der Milch enthalten überschüssiges Fett (Mast von Kälbern > innerhalb von einem Jahr auf 500 kg), welches nicht nur das Wachstum von normalen Zellen, sondern auch von Krebszellen fördert.9 Sekundäre Pflanzenstoffe, in diesem Fall der Isoflavone aus der Gruppe der Phytoösterogene, verringerte das Risiko für Frauen an Brustkrebs zu erkranken.10 Es kommt in der Sojabohne vor.8

Darmkrebs

Darmkrebs ist bei den Neuerkrankungen in Deutschland die Nummer Eins, ist etwa jede siebte Krebserkrankung und ist die dritthäufigste Krebserkrankung nach Brust- und Prostatakrebs. 2014 prognostiziert das Robert-Koch-Institut, dass 35.500 Männer und 28.400 Frauen erstmals an Darmkrebs erkranken werden. Im gleichen Jahr starben an einem Darmtumor 13.489 Männer und 12.510 Frauen. Nur 5% der Erkrankungen sind dabei genetisch bedingt, die restlichen 95% gehen auf Umwelt-, Ernährungs- oder chemischen Ursachen zurück. Tabakkonsum und Übergewicht erhöhten am stärksten das Darmkrebsrisiko. Darauf folgen Bewegungsmangel und ballaststoffarme Ernährung, also ein zu geringer Anteil an pflanzlichen Lebensmitteln. Aber auch regelmäßiger Alkoholkonsum oder ein hoher Konsum von rotem Fleisch, beziehungsweise Wurstwaren aus rotem Fleisch, erhöhen das Darmkrebsrisiko.11

 

Durch eine fleischreiche und ballaststoffarme Ernährung werden meist zu viele Proteine aufgenommen, die u. a. im Darm zu einer Erhöhung der Ammoniakkonzentration führen. Ammoniak alkalisiert als starke Base den Darm, was dazu führt, dass der ph-Wert steigt und das Darmmilieu basischer wird. Bakterien besitzen Enzyme, welche bei basischen ph-Wert primäre in sekundäre Gallensäuren umbauen, welche als hochgradig kanzerogen eingestuft sind. Auf der anderen Seite können wasserlösliche Ballaststoffe von einigen Bakterien im Darm zu kurzkettig Fettsäuren wie Acetat, Propionat oder Butyrat aufgebaut werden. Diese Fettsäuren machen den Darm saurer. Im Darm ist das sehr gut, denn ist das Darmmilieu sauer, werden schlechte Enzyme gar nicht hergestellt und können keine krebserregenden Gallensäuren bilden.12

 

In der EPIC-Studie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition) wurde gezeigt, dass eine ballaststoffreiche Ernährung bei der Prävention von Darmkrebs helfen kann. In der Studie stellte man fest, dass Menschen die nur 12g Ballaststoffe pro Tag zu sich nahmen ein 40% höheres Risiko hatten an Darmkrebs zu erkranken, als jene, die 34g Ballaststoffe zu sich nahmen. Vor 100 Jahren lag die Ballststoffzufuhr in Deutschland bei ca. 100g pro Tag, heute nur noch bei 24g.8

Ballaststoffe sind ein Sammelbegriff für Bestandteile pflanzlicher Lebensmittel, die von unserem Verdauungssystem nur teilweise, dafür aber von unseren Bakterien im Dickdarm abgebaut werden können. Ballaststoffe kommen in Pflanzen hauptsächlich im Randbereich sowie im Bereich der Zellwände vor. Vor allem wasserlösliche Ballaststoffe (z. B. Pektin) besitzen die Fähigkeit zu quellen und Wasser zu binden, so dass der Speisebrei im Darm schneller passieren kann, was die Kontaktzeit mit potentiellen krebserregenden Substanzen (Kanzerogene) verkürzt. Zudem wird die Konzentration der Kanzerogene durch die Volumenzunahme verdünnt. Daneben besitzen Ballaststoffe auch die Fähigkeit Kanzerogene zu binden und über den Stuhl abzuführen.12 Wir finden Ballaststoffe in Kartoffeln und Früchten, die stärkste krebsrisikosenkende Wirkung haben Ballaststoffe aus Getreide.12

 

Aber auch sekundären Pflanzenstoffen wie Glucosinolate, zeigten in Humanstudien Schutzeffekte vor Darm-, Lungen- und Blasenkrebs. Es kommt in Kohlgemüse wie Brokkoli, Blumenkohl, Kohlrabi, Pak Choi, Chinakohl oder Grünkohl, sowie in Rettich und Radieschen vor.5

Lungenkrebs

Lungenkrebs ist eine der häufigeren Krebserkrankungen in Deutschland. Mit seiner ungünstige Prognose ist er auch mit Abstand die häufigste Todesursache von Krebs bei Männern (mit einem Anteil von 25%) und die dritthäufigste bei Frauen (15%). 2012 gab es 34.490 Neuerkrankungen bei Männern und 18.030 bei Frauen.13

 

Der größte Risikofaktor für ein Lungenkarzinom ist das Rauchen. Rund 90% der erkrankten Männer und mindestens 60% der Frauen haben aktiv geraucht. Aber auch Passivrauchen erhöht das Risiko immens. Bis zu 15 von 100 Lungenkrebsfällen werden auf verschiedene kanzerogene Stoffe zurückgeführt, darunter Asbest, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe sowie Quarz- und Nickelstäube. Aber auch die falsche Ernährung hat Auswirkungen.13 Lungenkrebs hat eine sehr ungünstige Prognose: Das relative Fünf-Jahres Überleben liegt in Deutschland für Frauen bei 21 % und für Männer bei 16%.13

 

Zu den ernährungsspezifischen, krebsfördernden Faktoren gehören rotes oder verarbeitetes Fleisch, der Gesamtfettanteil und Butter.8 Bei den sekundären Pflanzenstoffen der Glucosinolate, zeigte sich in Humanstudien Schutzeffekte vor Darm-, Lungen- und Blasenkrebs. Es kommt in Kohlgemüse wie Brokkoli, Blumenkohl, Kohlrabi, Pak Choi, Chinakohl oder Grünkohl, sowie in Rettich und Radieschen vor.5