Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Der Schlaganfall wie auch der Herzinfarkt gehören zu den Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Diese töten mehr Menschen, als alle anderen Krankheiten zusammen.1 In Deutschland sind über 40% der Todesfälle auf kardiovaskuläre Erkrankungen zurückzuführen. Dabei war das nicht immer so.2 Noch 1900 gehörten Kreislauf-Erkrankungen nicht mal zur Top 10 der Todesursachen.3

 

Die Ursache der Erkrankung – die Veränderung der Gefäße – beginnt bereits im Kindes- und Jugendalter.4 Durch die Ablagerung von Cholesterin und körpereigenen Immunzellen entstehen im ersten Stadium der Atherosklerose sogenannte Fettstreifen (fatty streaks) in den Arterien.4 Zu diesem Zeitpunkt ist eine Rückbildung der Ansammlungen noch möglich (meist bis zum Alter von Anfang 20).4 Durch weitere Ablagerungen werden die Ansammlungen zu atherosklerotischen Plaques, die das Blutgefäß verengen.4 Ein Plaque ist ein wachsähnliches, fettiges Depot, welches sich an den verschiedensten Stellen im Körper bilden kann.5

 

Wenn die Krankheit fortschreitet können die Ablagerungen teilweise durch Bindegewebe ersetzt werden und verkalken. Dadurch kommt es zu einem völligen Verschluss der Arterie. Aufgrund der daraus resultierenden schlechteren Blutversorgung und des Sauerstoff- und Nährstoffmangels im Gewebe und in den Organen werden diese geschädigt und es kann zum Absterben ganzer Gewebeareale kommen. Herzinfarkt und Schlaganfall sind die Folge.4

Quellen

  1. https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Gesundheit/Todesursachen/Todesursachen.html
  2. http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/herz-kreislauf-erkrankungen-sind-todesursache-nummer-1-in-deutschland-a-871269.html
  3. https://deximed.de/home/b/herz-gefaesse-kreislauf/patienteninformationen/lebensweise-und-herz-kreislauf-erkrankungen/zivilisationskrankheiten/
  4. https://vebu.de/fitness-gesundheit/zivilisationskrankheiten-vorbeugen/atherosklerose-herz-kreislauf-erkrankungen-verhindern/
  5. Karl Ess, FIT VEGAN: Unsere Zukunft isst vegan, Oktober 2016
  6. https://de.wikipedia.org/wiki/Endothel
  7. http://www.schlaganfall-hilfe.de/der-schlaganfall
  8. 2http://www.internisten-im-netz.de/de_was-ist-ein-herzinfarkt_28.html
  9. https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/herzkreislauf/herzinfarkt/article/866033/ploetzlicher-herztod-erstmals-deutschland-genaue-zahlen.html, Europace 2014, online 24. Juli

Es gibt drei Gründe die zu erhöhtem Blutdruck führen:4

  • verengte Blutgefäße durch Ablagerungen aus tierischen Produkten
  • gesättigte Fettsäuren (wie sie hauptsächliche in Fleisch und tierischen Lebensmitteln zu finden sind) machen das Blut dicker, weshalb ein erhöhter Blutdruck benötigt wird, um das Blut durch den Körper zu pumpen
  • tierische Produkte enthalten viel Natrium, was zu Wassereinlagerungen führt, was wiederum einen erhöhten Blutdruck verursacht

 

Anstatt die Ernährung umzustellen und somit diese Stoffe zu vermeiden (gesättigte Fettsäuren, Cholesterin, tierisches Eiweiß und Oxidantien, die freie Radikale ermöglichen), die den Aufbau der Ablagerungen wahrscheinlich machen und somit die Arterien verstopfen, verordnet die Medizin den Patienten Nitroglycerin-Pillen, die die Arterien weiten.4

Dagegen ermöglicht eine pflanzliche Ernährung eine sanfte Auskleidung der Arterien mit Stickoxid, einem Element, dass das Blut reinigt und das Endothelium* heilt und es rutschig anstatt klebrig macht.4

 

Ein hoher Verzehr von Gemüse und Obst verringert das Herz-Kreislauf-Risiko um etwa 15-35% und der von Vollkornprodukten um etwa 20%, jeweils verglichen mit einem niedrigen Verzehr. Besonders effektiv sind Nüsse: werden mehr als fünf Portionen Nüsse pro Woche gegessen, sinkt das Risiko, an Herz-Kreislauf-Krankheiten zu sterben, um etwa 37%.4

Im Gegensatz dazu ist Fleischverzehr ein großer Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Eine Studie in den USA mit mehr als 500.000 Teilnehmern zeigte bei Männern mit dem höchsten Fleischverzehr ein um 27% und bei Frauen ein um 50% höheres kardiovaskuläres Sterblichkeitsrisiko, verglichen mit dem niedrigsten Verzehr. Je mehr rotes und verarbeitetes Fleisch verzehrt wurde, desto größer wurde das Risiko.4

 

* Endothelium: Innerste Wandschicht von Blut- und Lymphgefäßen. Es reguliert den Stoffaustausch zwischen Gewebe und Blut, produziert für die Regulation des Blutdrucks wichtige Substanzen (z.B. Stickstoffmonoxid) und beeinflusst die Fließfähigkeit des Blutes durch Hemmung oder Aktivierung der Gerinnungsprozesse.6

Schlaganfälle

Ungefähr 270.000 Schlaganfälle ereignen sich pro Jahr in Deutschland. Davon sterben ca. 20% der Patienten innerhalb von vier Wochen, über 37% innerhalb eines Jahres. Die Hälfte der überlebenden Schlaganfall-Patienten bleibt dauerhaft behindert und ist auf fremde Hilfe angewiesen. Fast eine Millionen Bundesbürger leiden an den Folgen eines Schlaganfalls. Das macht den Schlaganfall, nach Krebs und Herzerkrankungen, zur dritthäufigsten Todesursache in Deutschland.7

 

Ein Schlaganfall kündigt sich nie an und endet in 25% der Fälle mit dem Tod. Es gibt zwei Arten von Schlaganfällen. Den ischämischen, der aufgrund eines Blutklumpens oder einer Verengung der Arterien zum Gehirn ausgelöst wird und den hämorrhagischen Schlaganfall, der eintritt, wenn eine Arterie die zum Gehirn führt platzt. In beiden Fällen führt es zu einer Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff und führt in fast allen Fällen zu bleibenden Schäden.7 Die häufigsten Folgen des Schlaganfalls sind neben einseitigen Lähmungen und Gefühlsstörungen in Armen und Beinen, die Sprach-, Schluck-, Seh-, und Gleichgewichtsstörungen sowie Bewusstseins- und Wahrnehmungsstörungen.7

Herzinfarkt

Deutschlandweit gibt es etwa 300.000 Fälle pro Jahr, wovon fast jeder zweite Betroffene verstirbt, bevor er das Krankenhaus erreicht.8

 

Als Risikofaktoren für einen Herzinfarkt gelten: Rauchen, Bluthochdruck, hohe Blutfettwerte, Diabetes mellitus, Übergewicht, Bewegungsmangel, Lebensalter (Männer über 45 Jahre; Frauen über 55 Jahre), Stress.8

Einer Studie zufolge sterben die meisten Menschen ohne klar erkennbare Warnhinweise. Das Herz hört scheinbar ohne Anlass auf zu schlagen. In 80% der Fälle sind Herzrhythmusstörungen bei einem unvorhersehbaren Herzinfarkt der Grund. Ein Drittel ist jünger als 65 Jahre.9

Spätkomplikation nach einem erlittenen Herzinfarkt sind die chronische Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen, aber auch wieder auftretende Angina-pectoris-Anfälle. Die Wahrscheinlichkeit einen erneuten Herzinfarkt zu erleiden ist deutlich erhöht. Nach der Entlassung aus dem Krankenhaus versterben innerhalb der folgenden 2 Jahre weitere 5-10% am plötzlichen Herztod. Bei den über 75-Jährigen ist die Todesfallrate mehr als 3-mal so hoch.8