Diabetes

Forscher glauben, dass eine von drei Personen, die nach dem Jahr 2000 geboren wurde, irgendwann in ihrem Leben an einer Form von Diabetes erkranken wird.1 Weltweit leiden etwa 250 Millionen Menschen an Diabetes mellitus.2 Da die Anzahl der an Diabetes erkrankten Personen immer stärker ansteigt, spricht die „International Diabetes Federation“ bereits von der „Epidemie des 21. Jahrhunderts“.3 In Deutschland mussten im Jahr 2007 mehr als 7 Millionen Menschen wegen Diabetes behandelt werden.3 Das entspricht etwa 9% der Bevölkerung (vermutete Dunkelziffer über 10%).3 Der größte Risikofaktor für die Entwicklung eines Diabetes mellitus Typ 2 ist Übergewicht (80% der Betroffenen).1

 

Bei Diabetes ist die Insulinproduktion gestört. Insulin ist notwendig um Zucker in die Zellen zu transportieren. Eine Insulinresistenz wird besonders durch die Ablagerung von Fett im Oberbauch („Apfeltyp“) gefördert, da hier verstärkt freie Fettsäuren ins Blut abgegeben werden. Ein Zusammenhang zwischen Fleischverzehr und Diabetesrisiko zeigt sich in zahlreichen Studien. So erhöht sich das Risiko für Typ-2-Diabetes im Vergleich zu Vegetariern und Veganern um etwa 30-40%, wenn mindestens einmal wöchentlich Fleisch, Fisch und/oder daraus hergestellte Produkte gegessen werden. Je mehr Fleisch im Durchschnitt verzehrt wird, desto höher das Risiko.3

Zu den möglichen Ursachen zählt die Zufuhr gesättigter Fettsäuren durch tierische Produkte, da gesättigte Fettsäuren eine überhöhte Insulinkonzentration im Blut fördern. Stickstoffverbindungen (wie Nitrit und Nitrosamine), die in verarbeiteten Fleisch- und Fischwaren enthalten sind, können die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse schädigen.3

Auch überschüssiges Eisen aus Fleisch kann diese Zellen schädigen, da es die Bildung freier Sauerstoffradikale fördert. Zwar ist Eisen aus Fleisch gut verwertbar, hohe Eisenspeicher erhöhen jedoch neben dem Diabetesrisiko auch das Risiko für andere chronische Krankheiten wie Atherosklerose und Krebs. Diabetes führt zu Blindheit, Nierenversagen und führt häufig zu Amputationen.3

Quellen

  1. Karl Ess, FIT VEGAN: Unsere Zukunft isst vegan, Oktober 2016
  2. IDF (International Diabetes Federation) (2006): Diabetes epidemic out of control. Pressemitteilung vom 04.12.06: www.idf.org/home/index.cfm?unode=7f22 f450-B1ED-43BBA57C-B975D16A812D (eingesehen am 08.07.2009)
  3. https://vebu.de/fitness-gesundheit/zivilisationskrankheiten-vorbeugen/diabetes-mellitus-typ-2/
  4. http://www.diabetes-heute.uni-duesseldorf.de/index.html?TextID=770
  5. http://www.diabetes-deutschland.de/archiv/archiv_5294.htm

Typ 1

Bei Diabetes Typ 1 kann die Bauchspeicheldrüse kein Insulin produzieren und entstehtmeist in jungen Jahren. Wissenschaftler glauben, dass dabei Insulinzellen an der Bauchspeicheldrüse durch eine Reaktion des Immunsystems ausgelöscht werden.3

Es gibt Forschungen die Verbindungen zwischen der Gabe von Kuhmilch an Säuglinge und Diabetes Typ 1 erforschen. Den Ergebnissen zufolge ist es wahr-scheinlich, ohne beweiskräftig zu sein, dass der frühe Kontakt des Neugeborenen oder Säuglingsdarms mit fremden Eiweißstoffen das Erkrankungsrisiko bei genetischer Prädisposition für Typ-1-Diabetes erhöht.4 Das Immunsystem des Säuglings reagiert auf die für ihn schwer verdaulichen Milcheiweiße mit einer starken Abwehrreaktion und greift dabei fälschlicherweise auch die insulin-produzierenden Zellen des eigenen Körpers an, die dem Eiweiß der Kuhmilch ähnelt.5

 

Typ 2

Bei Diabetes Typ 2 bleibt produziertes Insulin inaktiv. Dabei werden die Zellen durch eine zu fettreiche Ernährung mit einer zu dicken Fettschicht überzogen, dass das Insulin nicht mehr in die Zellen eindringen kann. Die Glukose verbleibt im Blutkreislauf und erhöht den Blutzuckerspiegel, was wiederum die Insulinproduktion antreibt und schlussendlich zu einer Insulinresistenz führt.3